IMAGE KOLUMNE NR. 39 / MÄRZ 2010

HERBEDE UND DER OLYMPISCHE GEIST

Hätten wir doch auch einen Olympiateilnehmer bei den Winterspielen aus Herbede dabei! Diesen Satz habe ich jetzt in den letzten Tagen schon des Öfteren gehört. Haben wir denn wirklich niemanden in Vancouver am Start? Tatsächlich ist kein Sportler im deutschen Aufgebot aus Herbede dabei.  Aber es gibt ja nicht nur die aktiven Spiele im Fernsehen, nein, es gibt ja auch noch die passiven Spiele vor dem Fernseher. Und in dieser Sparte ist ein Herbeder nach Hälfte der Olympischen Spiele ganz weit vorne in der Platzierung zu finden, nämlich in der Kategorie „Marathon-Olympia-Fernsehübertragung-Gucken“. Da die Spiele zur Zeit des Schreibens dieser Zeilen noch laufen, soll der Name dieses Herbeders hier ungenannt bleiben, damit seine Medaillenchancen gewahrt bleiben. MICKI KOSMOS hatte aber die Möglichkeit zu einem Kurzinterview mit dem vielleicht bald schon berühmten Herbeder!

Micki Kosmos:  Lieber Herbeder! Herzlichen Glückwunsch zur bisherigen Leistung! Ist bis jetzt alles zur Zufriedenheit gelaufen?

Herbeder: Gelaufen wohl weniger, aber gut gesessen.

Micki Kosmos: Sind Sie bisher bei diesem Marathon von Verletzungen verschont geblieben?

Herbeder: Nicht ganz. Leider habe ich mir beim zappen mit der Fernbedienung eine Sehnenreizung im rechten Unterarm zugezogen.

Micki Kosmos: Gerade bei einem solchen Marathon spielt Ernährung ja eine wichtige Rolle. Wie sind Sie darauf eingestellt und gibt es da gewisse Tricks?

Herbeder: Ausgewogenheit ist das A und O. Ich halte mich da fest an meinen Ernährungsplan: Morgens: Kaffee und Chips, Mittags: Cola und Chips, Abends: Cola und Chips, Nachts: Kaffee und Chips. Tricks gibt es dabei natürlich auch. Ich sage nur: Auf keinen Fall Paprikachips!

Micki Kosmos: Psychologisch muss man ja gerade bei einem solchen Marathon gerüstet sein. Gibt es da trotzdem Schwächephasen?

Herbeder: Eigentlich bin ich gut vorbereitet. Im Trainingslager habe ich mir nonstop noch einmal die Übertragungen der letzten drei Olympischen Winterspiele angeschaut. Allerdings bekomme ich beim Anblick des olympischen Feuers immer leichtes Sodbrennen.

Micki Kosmos:  Was wird für den restlichen Marathon noch schwierig werden?

Herbeder: Ich sehe keine größeren Probleme. Die Übertragung des Eiskunstlaufes könnte vielleicht noch anstrengend werden, weil auf die Pirouetten dort reagiert mein Magen immer mit ähnlicher Umdrehungszahl.

Micki Kosmos: Eine letzte Frage. Gerade in der Endphase so eines Marathons ist es ja wichtig, dass ein Sportler noch ein paar „Körner“ mehr übrig hat als die Konkurrenz.  Ihre Einschätzung?

Herbeder:  Da sehe ich kein Problem. Doppelkorn, Weizenkorn, Gerstenkorn – der Kühlschrank ist gut bestückt!

Micki Kosmos: Vielen Dank für das Interview. Dann wünschen wir für den Rest der Spiele noch gutes Stehvermögen – natürlich Sitzvermögen!

 

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Micki Wohlfahrt | info@kabarett-k3.de